Über Mandalas

Das Wort - Mandala - stammt aus dem Sanskrit (altindische Sprache). Es bedeutet so viel wie Kreis, Zentrum, heiliger Kreis. 

 

Mandalas - die magische Welt  der "heiligen Kreise". Stets nach dem gleichen Prinzip aufgebaut, symbolisiert das Mandala, dass alles seine göttliche Ordnung hat; jedes Leben, die gesamte Natur, das gesamte Universum. Nichts geschieht aus purem Zufall.

Mandalas - mehr als nur Kunstwerke. 

 

Diese Schau- oder Sinnbilder, wie sie auch genannt werden, öffnen den Zugang in das Unterbewusstsein. Ihre Energien können helfen, die eigene, innere göttliche Ordnung wieder herzustellen. Die Energien dieser heiligen Kreise, der Mandalas, zentrieren, gleichen aus, schenken durch ihre positive "Ausstrahlung" Harmonie und Lebensfreude.

Ihre Farben, Formen, Muster und Symbole der heiligen Geometrie haben heilende Wirkungen. Diese können tief in die Seelenstruktur eindringen. Bestimmte Bereiche der Psyche können positiv angesprochen werden. Dadurch können Selbstheilungskräfte aktiviert werden. 

 

Der 1961 verstorbene Schweizer Tiefenpsychologe C.G.Jung erkannte Mandalas als Spiegel des Selbst. Das Mandalamalen war ein fester Bestandteil seiner tiefenpsychologischen Arbeit. Er selbst skizzierte in sein Tagebuch Mandalas, runde Schaubilder. Jung beobachtete und dokumentierte,  wie diese Zeichnungen sich entsprechend seiner inneren Stimmung veränderten. Er ließ Patienten Mandalas malen, um leichter in das Unterbewusstsein vorzudringen.

 

Hängt man ein Mandala in einem Raum auf, verändern sich die Energien positiv. Die Atmosphäre des Raumes "klart auf", auf bezaubernde, magische Art und Weise. Ein Mandala ist hübsch anzuschauen, beruhigend, harmonisierend. 


Mandalas sind uralte Darstellungen.  Bereits aus der Steinzeit vor mehr als 25000 Jahren, sind kreisförmige Felseinritzungen bekannt. Sie stellen sogenannte Sonnenräder dar. 

 

Besonders bekannt sind Mandalas aus dem Buddhismus und Hinduismus. Im tibetischen Buddhismus werden geistige Schritte zur Erleuchtung und Entwicklungsstände als Symbole in Form eines Mandalas angeordnet. Diese Mandalas werden zur Meditation verwendet. Sie  vertiefen die Stille im Meditierenden, fokussieren ihn. Die Konzentration auf das Wesentliche wird durch das Mandala gefördert. 

Im tantrischen Yoga symbolisieren Mandalas den gesamten Kosmos. 

 

Mandalas finden sich überall auf der Welt. Es gibt sie in sehr unterschiedlichen Varianten.

Mandalas können Heiligtümer und heilige Plätze darstellen, genau wie Grundrisse von Tempeln. Besonders im Buddhismus sind Mandalas sehr heilig. Sie werden akribisch gearbeitet, sind sehr formvollendet, strukturiert in ihrer Darstellung. Sie werden auch dort als ein ganzes Universum betrachtet.  Mandalas in Perfektion werden zum Beispiel tagelang von Mönchen aus farbigem Sand gefertigt. Diese unglaublich schönen Sandmandalas symbolisieren die Vergänglichkeit. Diese wunderschönen Werke werden nach ihrer Vollendung mit einem heiligen Ritual zerstört.

 

Es gibt unzählige Arten von Mandalas. Vor die Haustür mit Kreide oder farbigem Sand gestreute Schutzmandalas z.b. in indischen Ländern, Mandalas in Kirchenfenstern verschiedenster Religionen. Gotische Meisterwerke sind von mandalaförmigen, kreisrunden Bauten in und an Kathedralen und ihren Fenstern verziert. Mandalas sind zu erkennen in bekannten Rosetten gotischer Bauwerke.

 

Die vielseitige Darstellung von Mandalas dieser Welt ist nicht aufzählbar. Nicht aufzählen lassen sich die Mandalas im gesamten Universum, im gesamten Kosmos und in seinem Aufbau. 

Alles entsteht aus einem Zentrum. Alles entsteht aus einer Mitte. Alles beginnt mit einem winzigen Punkt. In der Natur finden sich, wenn wir genau hinschauen, überall Mandalas:  Planeten, Erde, Sonne, Mond; Pflanzen, der Querschnitt von Obst, Alles sind Mandalas. 

Der Kreislauf allen Lebens beginnt in dieser Form, die sich auch in unserem gesamten Körper wiederspiegelt. Unsere Zellen, unsere Augen, die Iris, der Querschnitt eines Haares, eines Knochens und eines Blutkörperchens, um nur ein paar der Mandalastrukturen aufzuzählen.  

 

Die Kraft, Energie der Welt bewegt sich in Kreisen. Die Jahreszeiten ergeben versinnbildlicht einen großen Kreis, sie kehren immer wieder. 

 

Das Lebens des Menschen, wie alles, was von der Urkraft einer Energieform bewegt wird, beschreibt einen Kreis vom Werden und Vergehen.

 

In allem findet sich die Form des Kreises wieder, des Mandalas.

 

Faszinierend, die magische Welt der heiligen Kreise und die göttliche Ordnung, die allem innewohnt. 

 

Die indianischen Ureinwohner Amerikas, die American Natives, die First Nations, glauben "an den heiligen Kreis". Ihre Tradition zeigt, dass dieser Glaube an den "Kreislauf des Lebens" allen gemeinsam und heilig ist. Sie tanzten im Kreis, sie trommelten im Kreis, der Kreis hat keinen Anfang und kein Ende. Zeremonien wurden und werden im Kreis abgehalten, von Angesicht zu Angesicht - nur so begegnet man sich auf "Augenhöhe". 

Ihr Medizinrad stellt ebenfalls einen heiligen Kreis, ein Mandala, dar. 

      

Die wunderschönen, faszinierenden, aussagekräftigen, heiligen, kreisrunden Schaubilder, die Mandalas, helfen, sich auf die eigene Mitte zu zentrieren. 

 

Alle Wege führen zur Mitte, alles kreist um eine Mitte.